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Rezension "Lennart Malmqvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen" von Lars Simon

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen: Roman - Lars Simon

Als Lennarts Nachbar Buri Bolmen unter mysteriösen Umständen stirbt, erbt Lennart nicht nur dessen Zauberladen, sondern auch dessen Mops. Und dieses Tier ist noch viel seltsamer, als es Buri Bolmen bereits war…

 

Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht von Lennart erzählt. Zu Beginn der Geschichte ist Lennart ein eher arroganter Typ, der ausser seiner Karriere kaum etwas im Kopf hat. Erst durch den Tod seines Nachbarn Buri Bolmen fängt er gezwungenermassen an, sich auch um andere Dinge zu kümmern und sich neue Beschäftigungen zu suchen. Während ich ihn zu Beginn des Buchs ziemlich unausstehlich fand, so zeigte Lennart doch im Laufe der Geschichte, dass er im Grunde sein Herz auf dem richtigen Fleck hat – wenn er sich erlaubt, danach zu handeln.

 

Die Handlung ist spannend aufgebaut und enthält neben Fantasy- auch starke Krimielemente. Als Leser sollte man daher beide Genres mögen. Der Schreibstil von Lars Simon liest sich angenehm flüssig und ist gespickt mit (teilweise ziemlich schwarzem) Humor. Wer mit Skurrilität nicht viel anfangen kann, wird sich mit diesem Buch wohl nicht besonders wohl fühlen. Allerdings hätte der Handlung etwas mehr Abwechslung gut getan, manche Motive wiederholen sich etwas zu oft, um noch fesselnd wirken zu können. Vor Alle der Anfang gestaltet sich etwas zäh, bevor die Handlung ins Roller gerät.

 

Hier wollte ich eigentlich dem Verlag ein Kompliment aussprechen, dass er viele schwedische Ausdrücke und Redewendungen unübersetzt gelassen und damit das skandinavische Feeling aufrechterhalten hat, aber bei der vergeblichen Suche nach dem Übersetzer habe ich festgestellt, dass der Autor Lars Simon aus Deutschland stammt und das Buch original auf Deutsch geschrieben wurde. Daher reiche ich das Kompliment direkt an den Autor weiter.

 

Das Ende des Buches ist offen gestaltet, ich gehe davon aus, dass „Lennart Malmqvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ (was für ein Titel!) den ersten Band einer neuen Reihe bildet. Auf mich als Leserin der weiteren Bände kann Lars Simon auf jeden Fall zählen.

 

Mein Fazit

Fantasy-Krimi mit viel schwarzem Humor

Quelle: http://aglayabooks.blogspot.ch/2016/11/lennart-malmkvist-und-der-ziemlich.html

Rezension "Der Blackthorn-Code: Das Vermächtnis des Alchemisten" von Kevin Sands

Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten - Kevin Sands, Alexandra Ernst

Christopher Rowe ist Lehrling beim Apotheker Benedict Blackthorne. Als immer mehr Apotheker in London von ermordet werden, entdeckt Christopher, dass ein perfider Plan hinter den Taten steckt.

 

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Christopher erzählt. Der Protagonist ist ein Teenager, der sehr neugierig ist und alles ausprobieren will. Dazu gehört, auch mal mit Schwarzpulver zu experimentieren und fast das Haus in die Luft zu jagen. Obschon er eigentlich recht schlau ist, stellt er sich manchmal ziemlich doof an… Das Buch spielt Mitte des 17. Jahrhunderts in London. Ob es unser London, wie wir es kennen, sein soll, oder in einer unserer sehr ähnlichen aber doch fremden Welt spielt, habe ich nicht herausgefunden. Allerdings gibt es da einige historische Unkorrektheiten, die nicht zu unserer Welt und ihrer Geschichte passen. So seufzt Christopher darüber, dass er als Lehrling nur Sonntags frei hat, dabei war es für die arbeitende Bevölkerung zu dieser Zeit ein Luxus, einen fixen freien Tag pro Woche zu haben, Hausangestellte hatten oft nur ein bis zwei Mal pro Monat am Sonntag frei. Auch die Anwendung von Zitronensaft bei Skorbut, rund 100 Jahre vor den ersten ernstzunehmenden Studien darüber und eine weltverändernde Erfindung 200 Jahre zu früh (dazu will ich aus Spoilergründen nichts Näheres sagen) haben mich etwas verwirrt. Daher sehe ich hier zwei Möglichkeiten: entweder ist Christophers London doch nicht ganz unser London, oder der Autor hat sich grosszügige schriftstellerische Freiheit zugesprochen (sprich: schlecht recherchiert).

 

Die Handlung ist unterhaltsam und actionreich aufgebaut, wird nie langweilig und ist doch nicht überladen. Stellenweise hatte ich allerdings etwas Mühe, die verschiedenen Nebenfiguren zu unterscheiden, die teilweise eher blass blieben.

 

Der Schreibstil des Autors Kevin Sands lässt sich flüssig lesen und bietet mit seinem Humor immer wieder Anlass zum Schmunzeln. Einige Zeitsprünge durch Rückblenden können den Lesefluss allerdings etwas bremsen. Während eigentlich nichts wirklich „fantastisches“ passiert, würde ich das Buch doch in die Fantasy-Schublade stecken, es fühlt sich zumindest „fantastisch“ an. Der Schluss ist recht blutig, sodass ich sehr jungen und sensiblen Lesern davon abraten würde.

 

Wenn ich es richtig gesehen habe, bildet „Das Vermächtnis des Alchemisten“ den Auftakt zu einer Buchreihe, die ich gerne weiterverfolgen werde.

 

Mein Fazit

Gute Unterhaltung für Jugendliche und Erwachsene.

Quelle: http://aglayabooks.blogspot.com/2016/10/der-blackthorn-code-das-vermachtnis-des.html

Rezension "Das Erbe der Macht 1: Aurafeuer" von Andreas Suchanek

Das Erbe der Macht - Band 1: Aurafeuer (Urban Fantasy) - Greenlight Press, Andreas Suchanek, Anita Jones-Mueller; Esther Hill; Susan Goldstein; Erica Bohm; Nicole Quartuccio

Nach einer etwas seltsamen Nacht wacht Alex auf und hat plötzlich magische Fähigkeiten. Er hat die Kräfte eines verstorbenen Lichtkämpfers übernommen und soll nun seine Position im Kampf gegen die Dunkelheit einnehmen…

 

Mit „Das Erbe der Macht“ stellt der Autor Andreas Suchanek eine neue Urban Fantasy Buchreihe vor, die im Heftroman-Format mit aufeinander aufbauender Handlung erscheinen wird. Die Reihe wird aus mehreren Zyklen oder Staffeln bestehen, die jeweils 12 Bände umfassen. Die Lektüre nur einzelner Bände empfiehlt sich daher nicht, die Bücher sollten in der vorgesehenen Reihenfolge gelesen werden.

 

„Aurafeuer“ ist der erste Band der neuen Reihe. Obschon sich das Buch in erster Linie auf die Vorstellung der Figuren und der magischen Welt, in der die Geschichte spielt, konzentriert, bleibt doch noch genügend Platz für einige atemberaubende Actionszenen, die mich nur so über die Seiten fliegen liessen. Auch werden einige gewichtige Fragen aufgeworfen, die (hoffentlich) in den nächsten Teilen beantwortet werden. Das Grundgerüst der Handlung, das bereits vorgestellt wurde, wirkt zunächst nicht besonders innovativ, aber ich bin mir sicher, dass Andreas Suchanek da noch die eine oder andere Überraschung auf Lager hat.

 

Über die Figuren kann ich noch nicht viel sagen, viele davon tauchten erst kurz auf. Da werde ich noch etwas Zeit brauchen, um alle näher kennenzulernen und mich mit ihnen anzufreunden (oder sie hassen zu lernen, wer weiss?). Auf den ersten Blick wirken sie etwas stereotyp und eindimensional, aber sie haben ja noch genügend Zeit, sich weiterzuentwickeln.

 

Der Schreibstil des Autors Andreas Suchanek liest sich gewohnt flüssig, gespickt mit Humor und Anspielungen auf Film, TV und Literatur.

 

Mein Fazit

Spannende Einführung in die neue Urban Fantasy Reihe.

Rezension "Die Akte Zodiac" von Linus Geschke

Die Akte Zodiac 1 - Linus Geschke

„Die Akte Zodiac“ ist ein Krimi mit durchgehender Handlung, der in vier Teile aufgeteilt wurde. Die Lektüre nur einzelner Teile ist daher nicht zu empfehlen, es sollten alle vier Teile, am besten am Stück, gelesen werden. Wieso das Buch nicht als Ganzes, sondern aufgeteilt erschienen ist, leuchtet mir nicht wirklich ein. Schliesslich umfassen alle vier Bände zusammen nur rund 300 Seiten und hätten so problemlos als Einzelband veröffentlicht werden können. Da die einzelnen Teile so kurz sind, rezensiere ich hier alle vier auf einmal.

 

Die Geschichte wird in der Beobachterperspektive erzählt, wobei sich der Erzähler immer wieder einer anderen Person zuwendet. Die Protagonisten sind (neben dem Mörder) die Polizistin Eva Lendt und der Psychologe Marco Brock. Beide Figuren strotzen nur so vor Klischees. Eva ist die attraktive, alleinstehende und dadurch manchmal einsame Polizistin, die aufgrund ihrer Arbeit nicht dazu kommt, ihren Haushalt in Ordnung zu halten, sich von Fertigessen ernährt und zwei Katzen hält. Brock hingegen ist der intelligente und superreiche, dadurch auch ziemlich arrogante Macho, der seine One Night Stands auch mal mitten in der Nacht aus der Wohnung wirft. Beide waren mir nicht sonderlich sympathisch. Brock wegen seiner Arroganz, Eva weil sie mit teilweise zu unsicher und selbstmitleidig erschien. Später kommt auch noch der Internatsschüler Philipp dazu, der mir einiges sympathischer war als die beiden Erwachsenen.

 

Der Schreibstil des Autors Linus Geschke lässt sich flüssig lesen, ohne auf irgendeine Art auffallend zu sein. Die Erzählung wird immer wieder durch Rückblenden in die 60er, zu den „originalen“ Zodiac-Morden, unterbrochen, was den Erzählfluss und das Tempo merklich abbremst.

 

Der erste Teil dreht sich in erster Linie um die Einführung der Figuren und des Settings. Besonders viel passiert noch nicht, einiges wird in Rückblenden erzählt. Durch den Titel des Buches (respektive der Bücher) weiss der an Serienmördern interessierte Leser schon on Beginn weg, worauf die Krimihandlung hinauslaufen wird.

 

Im zweiten Teil kommt neben dem Polizeiteam auch noch ein weiteres Ermittlerteam dazu, dessen jugendliche Mitglieder bereits Ende des ersten Band eingeführt wurden. Die Teenager verfügen bald über das selbe Wissen die die Polizei (oder sind ihr sogar ein paar Schritte voraus), was mir nicht sonderlich realistisch erschien.

 

Auch im dritten Teil kommt der Jugendliche Philipp auf dieselben Schlüsse wie das Ermittlerteam. Wozu braucht man da noch die Polizei und ausgebildete Profiler, wenn es Teenager ja anscheinend gleich gut können?

 

Im vierten Teil kommt – wie könnte es anders sein – die Auflösung. Leider wird dem Leser der wichtigste Hinweis lange verschwiegen, sodass das Miträtseln auf blindes Raten hinauslaufen muss respektive der Leser vor vollendete Tatsachen und einen aufgelösten Fall gestellt wird.

 

Mein Fazit

Durchaus unterhaltsam, aber durch den Erzählstil mit Rückblenden leidet das Tempo und damit auch die Spannung.

Quelle: http://aglayabooks.blogspot.com/2016/10/die-akte-zodiac.html

Rezension "DNA" von Yrsa Sigurdardóttir

DNA: Thriller - Anika Wolff, Yrsa Sigurdardóttir

Eine junge Mutter wird brutal ermordet. Die Polizei sucht fieberhaft nach den Mörder, der bereits eine weitere Tat angekündigt hat.

 

Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt, die des Polizisten Huldar, der Psychologin Freyja und des Studenten Karl. Während mir Karl nicht sonderlich sympathisch war (die Figur ist auch nicht darauf ausgelegt), mochte ich Freyja und Huldar, auch wenn ich ihre Gedankengänge nicht immer nachvollziehen konnte.

 

Mit einem Prolog, der zunächst nichts mit der Hauptgeschichte zu tun haben scheint, wird ein mögliches Motiv bereits gleich zu Beginn angedeutet. Die Auflösung hat mich dennoch überrascht, da der wichtigste Hinweis erst ganz zum Schluss gegeben wird (und von den Ermittlern auch gleich richtig interpretiert wird), sodass ein Miträtseln und der Polizei zuvorkommen erschwert bis unmöglich gemacht wird. Die Handlung enthält wenig überflüssige Längen und teilt sich gut zwischen dem Kriminalfall und dem Privatleben der Protagonisten auf, sodass man die drei gut kennenlernt, ohne von ihrem Alltag zu sehr gelangweilt zu werden. Ganz ohne zähe Stellen kommt aber auch „DNA“ vor allem im mittleren Teil nicht aus, es lohnt sich allerdings, da durchzuhalten.

 

„DNA“ ist nicht der erste in Island spielende Krimi, den ich gelesen habe, aber viele waren es bisher nicht. So hatte ich etwas Mühe mit den ungewohnten Namen und musste sie oft mehrmals lesen, um sie mir einprägen zu können. Der Schreibstil der Autorin Yrsa Sigurdardóttir liest sich hingegen sehr eingängig, sodass ich flüssig vorwärts kam. Wie bei skandinavischen Krimis üblich, ist auch dieser von der Stimmung her düster gehalten. Wer ein Buch mit locker-heiterer Grundstimmung sucht, sollte anderweitig weitersuchen. Auch wer einen Thriller mit viel Action erwartet, wird hier nicht glücklich, das Erzähltempo von „DNA“ ist eher geruhsam gehalten.

 

Da mir „DNA“ gut gefallen hat, werde ich mir sicher auch die angekündigten Nachfolgebände mit Freyja und Huldar näher anschauen.

 

Mein Fazit

Spannender Krimi mit überraschender Auflösung.

Quelle: http://aglayabooks.blogspot.com/2016/10/dna.html

Rezension "Stormglass. Das Tesla-Beben" von Andy Deemer

Stormglass. Das Tesla-Beben - Andy Deemer, Ann Lecker

„Das Tesla-Beben“ ist der zweite Band der Jugend-Agenten-Reihe „Stormglass“. Die Handlung ist in sich abgeschlossen, daher könnte das Buch theoretisch auch als Einzelband gelesen werden. Ich empfehle Interessierten trotzdem, zunächst den ersten Band „Angriff der Killerbienen“ zu lesen, da dort die Eckpfeiler der Handlung sowie die Figuren näher vorgestellt werden, was im zweiten Band fehlt.

 

Die Geschichte wird, wie auch schon beim ersten Band der Reihe, aus der Sicht des Protagonisten Jake erzählt, einem 14-jährigen Teenager, der vor Kurzem als Geheimagent rekrutiert wurde. Er findet das Agentenleben ziemlich cool, leidet aber etwas darunter, dass er niemandem davon erzählen darf. Ausser zwei Mitagenten scheint Jake keine Freunde zu haben. Mehr als das erfährt man über den Protagonisten nicht wirklich, und die weiteren Figuren sind noch weniger herausgearbeitet. Wer also komplexe, tiefgründige Charaktere sucht, wird hier nicht fündig.

 

Der Schreibstil des Autors Andy Deemer ist eher einfach gehalten und richtet sich merklich an Kinder. Die Sätze sind einfach aufgebaut und öfters werden Erklärungen eingebaut, die für Jugendlich oder Erwachsene mit einer einigermassen guten Allgemeinbildung nicht nötig gewesen wären. Das Zielalter setze ich daher etwas unter dem Alter der Protagonisten an, ab 10 bis 12 Jahren lässt sich die Geschichte gut lesen.

 

Auch die Handlung ist eher einfach gestrickt, ohne grosse Wendungen oder Überraschungen. Leider hat der Autor Andy Deemer auch einige Widersprüche in die Geschichte eingebaut. So wundert sich Jake beispielsweise über eine dicke Tür in einem Gebäude, das er als seine zweite Heimat betrachtet. Neben solchen kleinen Details gibt es auch grössere Logiklöcher, über die ich mich hier aber aus Spoilergründen nicht weiter auslassen möchte.

 

Wie erwähnt ist die „Stormglass“-Reihe eher für Kinder und jüngere Jugendliche geeignet. Als Erwachsener kann man sich mit „Das Tesla-Beben“ zwar durchaus gut unterhalten, der Anspruch fehlt jedoch.

 

Mein Fazit

Spannende Agentenunterhaltung für Kinder und Jugendliche

Quelle: http://aglayabooks.blogspot.ch/2016/10/stormglass-das-tesla-beben.html

Rezension "Ein MORDS-Team 1: Der lautlose Schrei" von Andreas Suchanek

Ein MORDs-Team, Band 1: Der lautlose Schrei (Jugendkrimi) - Andreas Suchanek, Arndt Drechsler, Anja Dyck

Mason, Olivia, Randy und Danielle sind ungleiche Schulkameraden, die einem vor dreissig Jahren begangenen Verbrechen auf die Spur kommen. Der damalige Täter läuft immer noch frei rum, und so bringen ihre Ermittlungen sie in grosse Gefahr.

 

„Ein MORDS-Team“ ist eine Jugend-Krimi-Reihe mit einem übergreifenden Handlungsbogen. Die einzelnen Teile sind dabei nicht wirklich in sich abgeschlossen, die Reihe ist daher also eher als ein einziges, in mehrere Teile aufgespaltetes Buch zu betrachten. Jeden Monat erscheint ein neuer Teil, bis zum heutigen Zeitpunkt sind sechs Teile erschienen. „Der lautlose Schrei“ bildet den Auftakt zur „Ein MORDS-Team“-Reihe (die Anfangsbuchstaben der vier Protagonisten bilden dabei das Wort MORD).

 

Im ersten Band passiert noch nicht sehr viel, in erster Linie werden die Protagonisten sowie die grobe Handlung vorgestellt. Die Geschehnisse werden dabei abwechslungsweise aus der Sicht der vier Protagonisten geschildert. Da die vier Jugendlichen bereits in Gefahr geraten, bevor sie (und damit auch der Leser) wissen, was genau los ist, ist das Spannungslevel schon zu Beginn sehr hoch. Glücklicherweise habe ich die ersten fünf Teile auf meinem Kindle und kann sofort weiterlesen, wenn ich schon jetzt zwei Monate auf die Fortsetzung hätte warten müssen, hätte mich das wohl ziemlich frustriert.

 

Der Schreibstil des Autors Andreas Suchanek lässt sich flüssig lesen. Zu Beginn hatte ich noch einige Schwierigkeiten, alle Personen auseinanderzuhalten, da alle beinahe gleichzeitig vorgestellt werden. Doch nach einer Weile konnte ich mir die Protagonisten und ihre Eigenheiten merken und sie daher gut unterscheiden. Die Charaktere sind etwas überspitzt gezeichnet (die verwöhnte Reiche, der Nerd, der ehemalige Sportler, das „Slum-Kind“), jedoch nicht so extrem klischeehaft wie z.B. bei TKKG (ich mag TKKG, nicht dass da ein Missverständnis entsteht).

 

Bisher kann ich noch nicht so viel über die Reihe sagen, daher kann ich noch keine wirkliche Empfehlung aussprechen. Ich weiss jedoch, dass ich unbedingt weiterlesen will, bisher gefällt mir „Ein MORDS-Team“ sehr gut.

Quelle: http://aglayabooks.blogspot.ch/2015/03/ein-mords-team-1-der-lautlose-schrei.html

Rezension "Im dunklen, dunklen Wald" von Ruth Ware

Im dunklen, dunklen Wald: Thriller - Ruth Ware, Stefanie Ochel

Als Nora nach zehn Jahren Funkstille zum Junggesellinnenabschied ihrer ehemaligen besten Freundin Clare eingeladen wird, wundert sie sich zwar etwas, folgt jedoch der Einladung. In einem einsam gelegenen Haus im Wald soll gefeiert werden, doch bald entwickelt sich das Wochenende noch schlimmer, als Nora befürchtet hatte…

 

Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen in der Ich-Perspektive von Nora erzählt, einerseits in der Gegenwart, in der Nora nach dem Wochenende mit Clare im Krankenhaus erwacht, und andererseits rückblickend auf die Geschehnisse des Wochenendes. Nora wirkt trotz der gewählten Perspektive sehr geheimnisvoll, viele ihrer Gedanken werden nur angeschnitten, sodass der Leser über lange Zeit zwar erkennt, dass es in der Vergangenheit zwar Probleme gegeben haben muss, diese aber im Dunklen bleiben und erst im Laufe des Buchs aufgeklärt werden. Über die anderen Figuren erfährt man perspektivenbedingt nur, was Nora von ihnen wahrnimmt und über sie denkt. Wirklich sympathisch wurde mit keine der kleinen Truppe, ich hätte mich an diesem Wochenende wohl auch ohne die Geschehnisse sehr unwohl gefühlt mit diesen Menschen in einem Ferienhaus eingesperrt…

 

Die Handlung selbst ist recht mager, erst nach mehr als der Hälfte des Buches kommt etwas Schwung in die Geschichte, sodass der Thriller zu Beginn recht langweilig wirkt. Allerdings kompensiert die Autorin Ruth Ware dies teilweise, indem sie im Verlauf der Geschichte eine überzeugend düster-bedrückende Stimmung schafft, die immer mehr ins Unheimliche abdriftet. Die Auflösung ist nicht wirklich überraschend, aber logisch genug konstruiert, um zu überzeugen.

 

Der Schreibstil der Autorin Ruth Ware lässt sich flüssig lesen und ist mir weder im positiven noch im negativen Sinne besonders aufgefallen. Allerdings hatte ich streckenweise das Gefühl, eher ein Drehbuch als einen Roman zu lesen, der Thriller wirkte auf mich etwas wie im Hinblick auf eine spätere Verfilmung geschrieben. „Im dunklen, dunklen Wald“ ist das Debut der Autorin und ich kann mir gut vorstellen, auch noch weitere Bücher von ihr zu lesen.

 

Mein Fazit

Wenig Handlung, was aber durch die unheimliche Stimmung kompensiert wird.

Quelle: http://aglayabooks.blogspot.com/2016/10/im-dunklen-dunklen-wald.html

Rezension "Travis Delaney - Was geschah um 16:08?" von Kevin Brooks

Travis Delaney - Was geschah um 16:08?: Roman - Kevin Brooks, Uwe-Michael Gutzschhahn

Travis Delaneys Eltern sind Privatdetektive und verunglücken während Recherchen tödlich. Travis fällt es schwer, an einen Unfall zu glauben und beginnt, selbst Nachforschungen über den letzten Fall seiner Eltern anzustellen...

 

„Was geschah um 16:08?“ bildet den Auftakt zur Jugend-Krimi-Trilogie um den dreizehnjährigen Travis Delaney, der seit wenigen Tagen Vollwaise ist und bei seinen Grosseltern lebt (und zufälligerweise am selben Tag Geburtstag hat wie ich). Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Travis in der Vergangenheit erzählt. Über Travis erfährt der Leser trotz der gewählten Perspektive nicht sehr viel, lediglich dass er boxt und schlecht Schach spielt, wird klar. Allerdings passt das sehr gut ins gewählte Setting, da so kurz nach dem Tod seiner Eltern fast alle seiner Gedanken und Gefühle auf den Unfall und dessen Ursachen fokussiert sind. Hätte Travis in dieser Situation dem Leser von seinen Hobbies, Lieblingsbands und Freunden in der Schule erzählt, wäre mir das wohl eher unpassend vorgekommen. Wie bei der Ich-Perspektive so üblich erfährt man über die anderen Figuren nur das, was der Protagonist über sie denkt oder direkt wahrnimmt, sie bleiben daher eher blass. Etwas deutlicher sind lediglich Travis' Grossvater und seine Uroma Nora gezeichnet.

 

Die Handlung erscheint zunächst sehr geradelinig aufgebaut, enthält aber im Laufe der Geschichte doch einige überraschende Kniffe, sodass die Spannung immer hoch bleibt und weder Travis noch der Leser jeweils genau wissen, was vor sich geht und wem sie vertrauen können. Die Handlug ist mehr oder weniger in sich abgeschlossen, bleibt aber zum Ende hin offen genug, um Lust auf den nächsten Teil zu machen.

 

Der Schreibstil des Autors Kevin Brooks lässt sich flüssig lesen und zog mich sofort in die Geschichte hinein, auch wenn mir einige etwas holprige Stellen und unnötige Wiederholungen aufgefallen sind (was natürlich auch an der Übersetzung liegen könnte). Das Buch richtet sich mit dem erst dreizehnjährigen Protagonisten klar an ein jugendliches Publikum, aber wie man bei mir sieht können sich auch Erwachsene gut damit unterhalten.

 

Mein Fazit

Spannender Auftakt in die Jugend-Krimi-Reihe, die sich auch für Erwachsene eignet. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

Quelle: http://aglayabooks.blogspot.com/2016/09/travis-delaney-was-geschah-um-1608.html

Rezension "Goddess of Poison - Tödliche Berührung" von Melinda Salisbury

Goddess of Poison - Tödliche Berührung - A. M. Grünewald, Melinda Salisbury

Twylla ist die Inkarnation der Tochter der Götter, und mit ihrer Berührung vergiftet sie jeden, der nicht zur Königsfamilie gehört und damit auch von göttlichem Blut ist. Schon bald soll sie den Prinzen Merek heiraten, doch bis dahin kann noch viel geschehen…

 

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Twylla in der Gegenwart erzählt. Durch diese Erzählweise erhält der Leser zwar viel Einblick in die Gedanken und Gefühle der Protagonistin, über die anderen Figuren erfährt man jedoch nur wenig. Twylla war mir nicht unsympathisch, jedoch schien sie sich etwas gar wenig Gedanken über „Gott und die Welt“ zu machen und erschien mir sehr naiv.

 

Die Handlung braucht sehr lange, bis sie anläuft. Erst deutlich nach der Mitte des Buches kommen die Ereignisse ins Rollen. Über rund 200 Seiten baut die Autorin Melinda Salisbury ihre Welt auf und führt die Figuren ein, bevor dann auch mal etwas geschieht. Leider ist das wenige, das dann wirklich passiert, recht vorhersehbar, sodass der Leser kaum überrascht wird.

 

Die Geschichte spielt in einer mittelalterlich angehauchten Welt (in Innenumschlag gibt es auch noch eine hübsche Karte dazu), vielleicht liegt es daran, dass ich bei einzelnen Figuren, vor allem bei der Königin, öfters an „Game of Thrones“ denken musste. Ich möchte hier aber keine zu starken Parallelen zur bekannten Buchreihe/Fernsehserie ziehen, ausser einem ähnlichen Setting und teilweise vergleichbar intriganten Figuren sind keine Gemeinsamkeiten erkennbar.

 

Anhand des Klappentextes hatte ich einen Fantasyroman erwartet, die Fantasy-Anteile von „Goddess of Poison“ sind jedoch sehr gering. Daher wird dieses Buch wohl eher Leser von mehr oder weniger historisch angehauchten Romanen ansprechen als wirkliche Fantasyfans.

 

Der Schreibstil der Autorin Melinda Salisbury lässt sich flüssig lesen, erschien mir stellenweise aber etwas langatmig. Offenbar hat die Autorin bereits zwei weitere Bände in dieser Welt geschrieben oder zumindest geplant, sodass „Goddess of Poison“ den Auftakt einer Trilogie bildet.

 

Mein Fazit

Etwas wenig Handlung für meinen Geschmack.

Quelle: http://aglayabooks.blogspot.com/2016/09/goddess-of-poison-todliche-beruhrung.html

Rezension "Die Wahrheit" von Melanie Raabe

DIE WAHRHEIT: Thriller - Melanie Raabe

Nach sieben Jahren Abwesenheit kehrt Sarahs angeblich entführter Mann Philipp zurück. Doch Sarah ist sich sicher, diesen Mann noch nie vorher gesehen zu haben. Wer ist der Mann, der sich als Philipp ausgibt, und was will er von Sarah?

 

Die Geschichte wird von Sarah in der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt, später dann auch unter der Überschrift „Der Fremde“ vom angeblichen Philipp. Durch die Perspektive erhält der Leser einen genauen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Protagonisten, dabei bleiben jedoch die anderen Figuren ziemlich blass. Trotz der genauen Einblicke erschien mir das Verhalten der beiden Protagonisten über weite Strecken hinweg nicht wirklich nachvollziehbar, sodass ich Mühe hatte, mich in sie hineinzufühlen. So wird Sarah durchgehend als starke, selbstbewusste Frau beschrieben, ich konnte sie als Leserin jedoch nur als hysterisches Nervenbündel kennenlernen, während ich über den zweiten Protagonisten trotz Ich-Perspektive kaum etwas erfuhr, respektive sich vieles im Laufe des Buches als Irrtum oder gar Lüge entpuppte.

 

Die Handlung ist nicht besonders umfangreich, sodass auch nicht wirklich viel Spannung aufkommt. Was aber vollkommen überzeugt ist die beklemmende Stimmung, die bei „Philipps“ Ankunft am Flughafen beginnt und immer weiter aufgebaut wird. Wie Sarah weiss auch der Leser nie, was ihn in den nächsten Minuten erwartet. Dieser Aspekt hat meine Wertung deutlich nach oben gezogen.

 

Der Schreibstil der Autorin Melanie Raabe lässt sich flüssig lesen, jedoch haben mich die vielen Anspielungen, die erst viel später aufgeklärt werden, teilweise dann doch genervt. Zudem werden manche Passagen so oft wiederholt, ohne aufzuklären, worum es dabei eigentlich geht, dass sie mich nur noch gelangweilt haben. Der Anfang des Buches bis zu dem Moment, in dem „Philipp“ zurückkehrt, erschien mir recht zäh, sodass ich mich regelrecht durchkämpfen musste. Auch die Auflösung konnte mich nicht überzeugen, sondern liess mich recht unbefriedigt zurück. Die Bezeichnung „Thriller“ ist in meinen Augen nicht wirklich zutreffend, ich würde „Die Wahrheit“ eher als „Psychodrama“ bezeichnen.

 

Mein Fazit

Schön beklemmend, aber die Spannung fehlt.

Quelle: http://aglayabooks.blogspot.com/2016/09/die-wahrheit.html

Rezension "Der Angstmann" von Frank Goldammer

Der Angstmann: Kriminalroman - Frank Goldammer

Ab November 1944 werden in Dresden immer wieder ermordete Krankenschwerstern aufgefunden. Wer ist „Der Angstmann“, wie der Täter von der Bevölkerung bald genannt wird?

 

„Der Angstmann“ spielt von Herbst 1944 bis Sommer 1945 in Dresden. Wer sich etwas für die europäische Geschichte interessiert, wird nun schon eine ziemlich genaue Vorstellung über die Hintergrundgeschichte haben. Eigentlich müsste ich hier „Hauptgeschichte“ schreiben, den in meinen Augen steht der Krieg respektive die Zeit danach, und was er mit den Leuten anstellt in diesem Buch klar im Vordergrund, der Kriminalfall bildet nur die Rahmengeschichte, die die Erzählung zusammenhält.

 

Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht des Kriminalinspektors Max Heller erzählt, einem verheirateten Mann mittleren Alters mit zwei erwachsenen Söhnen. Geprägt wurde er durch seine Erlebnisse im ersten Weltkrieg, an dem er aktiv als Soldat teilnahm, sowie die Angst um seine beiden Söhne, die beide an der Front kämpfen ohne sich bei ihren Eltern melden zu können. Von den Nazis scheint Heller nicht allzu viel zu halten, ohne dies jedoch explizit zu äussern. Jedoch bleibt Heller eher blass, und alle anderen, weniger ausführlich gezeichneten Figuren erst recht. Über Hellers Frau Karin, die immer wieder erwähnt wird, erfährt der Leser beispielsweise kaum mehr als das sie existiert.

 

Wie erwähnt läuft der Kriminalfall eher am Rande ab, das Hauptgewicht liegt auf dem Leben während und kurz nach dem Krieg, der allgemeinen Angst und der Not, sodass ich das Buch als ergreifend und mitreissend, aber nicht besonders spannend beschreiben möchte. Die Beschreibung der Bombardierung Dresdens hat mich dabei besonders beeindruckt. Der Schreibstil des Autors Frank Goldammer lässt sich flüssig lesen, ohne auf irgendeine Art besonders auffällig zu sein. Da das Buch im Klappentext als „Hellers erster Fall“ bezeichnet wird, wird Frank Goldammer wohl noch mehr Krimis mit Max Heller geplant haben.

 

Mein Fazit

Ergreifend, aber mehr Kriegsdrama als Krimi.

Quelle: http://aglayabooks.blogspot.ch/2016/09/der-angstmann.html

Rezension "Sieben minus eins" von Arne Dahl

Sieben minus eins: Kriminalroman (Berger & Blom, Band 1) - Arne Dahl, Kerstin Schöps

Im Entführungsfall Ellen ist Kommissar Sam Berger entgegen seinem Vorgesetzten davon überzeugt, es mit einem Serienmörder zu tun zu haben. Kann er die Fünfzehnjährige retten, bevor auch sie stirbt, oder bringt er nur seine Karriere in Gefahr? Mit „Sieben minus eins“ beginnt der Autor Arne Dahl eine neue Buchreihe. Zumindest gehe ich anhand der Verlagsbeschreibung, wonach dies der erste Krimi um die Ermittler Berger und Blom sei, davon aus, dass weiter Bände geplant sind. Vorkenntnisse sind daher keine nötig, der Band eignet sich ideal zum Einstieg in das Werk des Autors. Die Geschichte wird grösstenteils in der dritten Person aus der Sicht von Sam Berger erzählt, unterbrochen durch kurze Passagen in der Ich-Perspektive in der Gegenwart, bei denen der Erzähler erst im Laufe der Geschichte bekannt wird. Berger ist eine Figur mit Ecken und Kanten, bei dem ich trotz einer gewissen Sympathie lange nicht alle seine Verhaltensweisen nachvollziehen oder gutheissen konnte. So versteckt er öfters Ermittlungsresultate vor seinen Kollegen und riskiert so, dass der Täter verspätet gefunden wird (oder die Ermittlungen vor Gericht nicht standhalten), ohne dass ich nachvollziehbare Gründe für sein Vorgehen erkennten konnte. Über Molly Blom, die zweite Protagonistin, die man aber erst nach einer gewissen Zeit kennenlernt, erfährt der Leser nicht besonders viel. Gewisse Punkte ihres Lebens werden zwar angesprochen, der Mensch hinter dem Erlebten blieb für mich jedoch nicht fassbar. Die Handlung ist spannend und komplex aufgebaut, auch wenn dem Leser kaum Anhaltspunkte zum Miträtseln geliefert werden. Zunächst war ich recht enttäuscht, da der Täter und sein Motiv schon in der Mitte des Buches bekanntgegeben werden, „Sieben minus eins“ bliebt aber durch die Jagd nach dem gesuchten dennoch bis zum Schluss spannend. Das Buch wird durch den Verlag als Kriminalroman bezeichnet, für mich fühlte es sich aber mehr wie ein Thriller an, inklusive dem obligaten Showdown am Ende, im den der Protagonist in Lebensgefahr schwebt (auch wenn dieser Showdown für meinen Geschmack etwas kurz geraten ist). Auch wenn mir die Protagonisten nicht zu 100% sympathisch waren, hat mich „Sieben minus eins“ von Anfang bis zum Schluss mitgerissen und ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Berger und Blom. Mein Fazit Trotz früher Bekanntgabe des Täters spannend bis zum Schluss.

Rezension "Secret Fire - Die Entflammten" von C.J. Daugherty

Secret Fire - Die Entflammten - C.J. Daugherty, Peter Klöss, Jutta Wurm

Sacha weiss, dass er genau an seinem 18. Geburtstag sterben wird. Das bedeutet aber auch, dass er bis zu diesem Tag unsterblich ist. Da er aber gerne noch etwas länger leben möchte, macht er sich gemeinsam mit der Engländerin Taylor auf die Suche nach den Ursprüngen dieses Fluchs, den seine Familie seit Jahrhunderten trifft und der ihn in wenigen Wochen töten soll…

 

„Die Entflammten“ ist der erste Band der zweiteiligen Reihe „Secret Fire“. Um die Figuren und die Welt, in der die Geschichte spielt, vorzustellen, verwendet die Autorin J.C. Daugherty viel Raum, erst gegen Mitte des Buches geht die Handlung so richtig los. Dies führt zu einigen Längen in der ersten Buchhälfte, für die der zweite Teil aber absolut entschädigt. Im Gesamten hatte ich aber dann doch den Eindruck, das ganze Buch sei eine einzige, sehr umfangreiche Einleitung für den bereits angekündigten zweiten Teil

 

Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten Taylor und Sacha. Zu Beginn laufen daher zwei Handlungsstränge parallel ab, die nach und nach Berührungspunkte entwickeln und schliesslich zusammengeführt werden. Taylor und Sacha waren mit durchaus sympathisch, auch wenn ich noch etwas mehr Tiefe bei der Charakterbeschreibung begrüsst hätte, die Beiden wirkten teilweise etwas blass. Vor allem über Taylor erfährt man nur sehr wenig, ausser dass sie blond und eine ziemliche Streberin ist, scheint sie kaum Eigenschaften aufzuweisen.

 

Die Handlung ist spannend aufgebaut, wenn auch nicht besonders innovativ.

 

Der Schreibstil der Autorin J.C. Daugherty, die bereits durch ihre „Night School“-Reihe bekannt ist (die ich allerdings nicht gelesen habe), lässt sich flüssig lesen, sodass ich „Die Entflammten“ in kurzer Zeit verschlungen hatte. Das Ende ist offen gestaltet, sodass die Leser (zumindest die, die wie ich durch das Buch gut unterhalten wurden), den zweiten Band der Reihe „zwingend“ auch lesen müssen.

 

Mein Fazit

Nach einer etwas gar langen und zähen Einleitung spannender, wenn auch nicht besonders innovativer Fantasyroman für Jugendliche und Erwachsene. Ich freue mich schon auf den zweiten Band.

Quelle: http://aglayabooks.blogspot.ch/2016/08/secret-fire-die-entflammten.html
Secret Fire - Die Entflammten - C.J. Daugherty, Peter Klöss, Jutta Wurm

Sacha weiss, dass er genau an seinem 18. Geburtstag sterben wird. Das bedeutet aber auch, dass er bis zu diesem Tag unsterblich ist. Da er aber gerne noch etwas länger leben möchte, macht er sich gemeinsam mit der Engländerin Taylor auf die Suche nach den Ursprüngen dieses Fluchs, den seine Familie seit Jahrhunderten trifft und der ihn in wenigen Wochen töten soll…

 

„Die Entflammten“ ist der erste Band der zweiteiligen Reihe „Secret Fire“. Um die Figuren und die Welt, in der die Geschichte spielt, vorzustellen, verwendet die Autorin J.C. Daugherty viel Raum, erst gegen Mitte des Buches geht die Handlung so richtig los. Dies führt zu einigen Längen in der ersten Buchhälfte, für die der zweite Teil aber absolut entschädigt. Im Gesamten hatte ich aber dann doch den Eindruck, das ganze Buch sei eine einzige, sehr umfangreiche Einleitung für den bereits angekündigten zweiten Teil.

 

Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten Taylor und Sacha. Zu Beginn laufen daher zwei Handlungsstränge parallel ab, die nach und nach Berührungspunkte entwickeln und schliesslich zusammengeführt werden. Taylor und Sacha waren mit durchaus sympathisch, auch wenn ich noch etwas mehr Tiefe bei der Charakterbeschreibung begrüsst hätte, die Beiden wirkten teilweise etwas blass. Vor allem über Taylor erfährt man nur sehr wenig, ausser dass sie blond und eine ziemliche Streberin ist, scheint sie kaum Eigenschaften aufzuweisen. Die Handlung ist spannend aufgebaut, wenn auch nicht besonders innovativ.

 

Der Schreibstil der Autorin J.C. Daugherty, die bereits durch ihre „Night School“-Reihe bekannt ist (die ich allerdings nicht gelesen habe), lässt sich flüssig lesen, sodass ich „Die Entflammten“ in kurzer Zeit verschlungen hatte. Das Ende ist offen gestaltet, sodass die Leser (zumindest die, die wie ich durch das Buch gut unterhalten wurden), den zweiten Band der Reihe „zwingend“ auch lesen müssen.

 

Mein Fazit

Nach einer etwas gar langen und zähen Einleitung spannender, wenn auch nicht besonders innovativer Fantasyroman für Jugendliche und Erwachsene. Ich freue mich schon auf den zweiten Band.

Quelle: http://aglayabooks.blogspot.com/2016/08/secret-fire-die-entflammten.html

Rezension "Verwesung" von Simon Beckett

Vor acht Jahren hat David Hunter bei der Suche nach den Opfern des verurteilten Serientäters Monk mitgeholfen. Nun ist Monk aus dem Gefängnis ausgebrochen und scheint es auf die alte Ermittlungstruppe abgesehen zu haben…

 

„Verwesung“ ist bereits der vierte Band um den forensischen Anthropologen David Hunter. Ich habe alle vier gelesen, Vorkenntnisse sind jedoch im Grunde nicht nötig, die Bücher lassen sich auch als Einzelbände lesen und verstehen. Es gibt zwar einzelne Anspielungen aus Geschehnissen aus früheren Bänden (sodass in einem Fall bereits die Auflösung verraten wird, wer „Kalte Asche“, den zweiten Band der Reihe, lesen möchte, sollte dies vorher tun), was der Leser wissen muss, wird ihm aber ausreichend erklärt.

 

Wie bei der Reihe gewohnt wird auch „Verwesung“ in der Ich-Perspektive des Protagonisten David Hunter erzählt. Erwähnenswert finde ich dabei, dass der erste Teil des Buches rund acht Jahre vor der Haupthandlung spielt, dazwischen findet sich ein Zeitsprung. Die Handlung ist spannend aufgebaut, wenn auch etwas vorhersehbar. Wie auch in den vorhergehenden Bänden wird die eigentliche Handlung immer wieder durch wissenschaftliche Beschreibungen unterbrochen, die je nach Vorwissen des Lesers interessant oder auch komplett überflüssig sein können.

 

Der Fokus des Buches liegt klar auf dem Kriminalfall und dessen Lösung, das Privatleben der Figuren kommt nur dann zum Zug, wenn es einen direkten Bezug zur Haupthandlung hat. Auch die Figuren werden nicht sonderlich vertieft beleuchtet und bleiben daher blass und zweidimensional. Wie auch beim Vorgänger „Leichenblässe“ habe ich mich auch hier wieder gefragt, was David Hunter bei den Ermittlungen überhaupt zu suchen hatte, seine Fähigkeiten als forensischer Anthropologe wurden jedenfalls nicht benötigt. Im Grunde spielt er über grosse Teile des Buchs hinweg den Babysitter für eine ehemalige Kollegin und wartet, dass sich der Fall von selbst löst.

 

Der Schreibstil des Autors Simon Beckett lässt sich flüssig lesen und ist eher einfach gehalten. Der Leser sollte weder inhaltlich noch sprachlich hohe Ansprüche stellen, „Verwesung“ ist ziemliche Standardkost. Wer Thriller um Serienmörder mag, kann dadurch aber gut unterhalten werden, solange man bereit ist, die ab und zu auftretenden Logiklöcher zu ignorieren.

 

Mein Fazit

Standard-Thrillerkost, die durchaus zu unterhalten weiss.

Quelle: http://aglayabooks.blogspot.ch/2016/08/verwesung.html